Der asiatische Teil der Türkei macht etwa 97% der gesamten Landesfläche aus. Mit etwa 23.000 km² gehört der kleinere, östliche Teil zu Europa. Die Festlandgrenzregion hat eine Länge von ca. 2.600 km. Die anderen Landesgrenzen sind verschiedene Meere. Diese natürlichen Meeresgrenzen sind im Westen das Ägäische Meer, im Süden das Mittelmeer und im Norden das Schwarze Meer. Daraus resultiert eine Küstenlänge von ca. 8.333 km.
Geographisch wird das Land am Bosporus in sieben verschiedene Gebiete oder Regionen eingeteilt. Diese unterscheiden sich sehr stark hinsichtlich ihres Klima und der Flora und Fauna. Die Mittelmeerregion beispielsweise umfasst eine Fläche von etwa 120.000 km². Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 16,4 Grad gehört sie zu den wärmsten Regionen des Landes. Das mediterrane Klima ist z. B für den Anbau von Zitrusfrüchten, Bananen und Erdnüssen ideal.
Die bevölkerungsreichste Stadt des euroasiatischen Staates ist Istanbul. Diese erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 1.800 km² zu beiden Seiten der Meerenge zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Aufgrund dieser Lage ist das Klima sehr mild und feucht. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen sind sehr angenehm. Im Sommer sind die wärmsten Monate Juli und August. Die Durchschnittswerte liegen um die 22 Grad. Allerdings treten im Sommer oft längere Hitzeperioden auf. An diesen Tagen steigt das Thermometer dann auf 30 Grad Celsius, gemessen im Schatten. Den Winter kennzeichnen wechselhafte Temperaturen. Im Allgemeinen ist dieser kühl und feucht. In dieser Jahreszeit fallen auch die meisten Niederschläge, dabei kann es sich sowohl um Regen als auch um Schnee handeln. Die kältesten Monate des Jahres sind der Januar und der Februar. Allerdings liegt der Durchschnittswert auch hier über dem Gefrierpunkt. Das Wetter in Istanbul wird durch zwei Winde wesentlich beeinflusst. Dabei handelt es sich um den Meltemi und den Scirocco. Mit dem Meltemi wird der Westwind bezeichnet, der in den Sommermonaten in der Ägäis weht. Dieser wird auch als Schönwetterwind bezeichnet, denn mit ihm kommen gutes Wetter und eine klare Sicht. Deutliches Kennzeichen ist der strahlend blaue Himmel. Bei dem Scirocco handelt es sich um einen Wind, der die heißen Temperaturen der Sahara in die Mittelmeerregion bringt. Dieser Wüstenwind weht im Frühjahr, Sommer und Herbst.
Die Flora und Fauna der Region ist an die klimatischen Verhältnisse angepasst. In der Stadt sind viele kleine Wälder zu finden. Insgesamt sind etwa 44% der Fläche von Wäldern bedeckt. In diesen wachsen neben typischen Baumarten der Mittelmeerregion wie Pinien, Zedern oder Zypressen auch Eichen, Buchen und Kastanien. Der Artenreichtum der Flora in und um Istanbul sucht seinesgleichen. Allein im Gebiet der Stadt sind etwa 25% der dokumentierten Pflanzenarten der Türkischen Republik zu finden. Die Fauna der Stadt ist sehr artenreich. Zu den zahlreichen Fischarten, die in dem Wasser der Meere leben, gehört unter anderem die Sardelle. In den letzten Jahren konnten vom Festland aus auch wieder Delfine beobachtet werden. Diese „Besucher“ sind ein deutliches Kennzeichen für die verbesserte Wasserqualität der Meere. In den Wäldern auf dem Festland leben neben den typischen Vertretern aus der europäischen Tierwelt auch Schakale. Die Vogelwelt ist mit ca. 71 verschiedenen Arten sehr umfangreich vertreten.
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